texte + redebeiträge

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gefangenensolidarität - antirepression - selbstschutz


verlesen auf der Solikundgebung für die 129a-Gefangenen am 22.08.2007
Wiedereinmal innerhalb von wenigen Monaten werden wir gezwungen Zeugen der schmutzigen Bewegungen der Bundesanwaltschaft zu sein: am 31. Juli wurden drei unserer Freunde in der Nähe von Berlin festgenommen, nachdem sie angeblich Brandsätze unter Fahrzeuge der Bundeswehr gelegt haben sollen. Eine vierte Person wurde in seiner Wohnung festgenommen, beschuldigt wird er die Erklärungen der Gruppe geschrieben zu haben. Drei weitere Personen befinden sich im Moment auf freiem Fuß, aber es laufen Ermittlungen gegen sie. Wofür genau? Paragraf 129a, terroristische Vereinigung: sie alle sollen der Militanten Gruppe, eine seit 2001 aktive klandestine Gruppe, angehören.
Wir wollen nicht weiter darauf eingehen, es wurde bereits genug darüber von allen Seiten geschrieben.

Was uns viel mehr interessiert, ist ein paar Worte zur Solidarität zu äußern. Es ist eine Tatsache, dass vier Freunde im Gefängnis sitzen unter den üblichen schweren Bedingungen. Vom allerersten Augenblick an wurde viel Solidarität ausgedrückt, speziell für einen der Gefangenen. Er wurde nicht im Rahmen einer angeblichen Brandstiftung festgenommen und er arbeitet an der Universität, so hat er einen bestimmten Status in den Augen von vielen Menschen. Es scheint kein Problem für viele Menschen zu sein, Solidarität mit einem kriminalisiertem Lehrer und Opfer eines zwielichten und abgekarteten Spiels der Polizei zu zeigen. Und wir, selbstverständlich, geben ihm natürlich auch unsere ganze Solidarität!
Auf der anderen Seite scheint es für eine Vielzahl von Leuten, wie etwa normale BürgerInnen, UniversitätslehrerInnen und Möchtegern-PolitikerInnen innerhalb unserer Bewegung, eine Unmöglichkeit zu sein, Unterstützung für diejenigen zu zeigen, welche möglicherweise einen Brandanschlag gegen die Todesmaschinerie der deutschen Armee unternommen haben.
Viele Menschen fürchten sich davor vom Staat als MG-UnterstützerInnen oder einfach als „gewaltbereit“ eingestuft zu werden. Andere verurteilen absolut jede Form der Gewalt, sogar diejenige gegen Sachen.
Allgemein nehmen es einige in Kauf nicht zu viel über die drei „Anderen“ zu sprechen, weil daraus resultieren würde, dass es schwierig wäre alle oben erwähnten verschiedenen UnterstützerInnen in dasselbe Boot zu holen.

Wir wollen uns den Stimmen aus dem Chor anschließen und das Bedürfnis zurückfordern, offene Unterstützung auch für diejenigen zu zeigen, welche für „schuldig“ erklärt werden etwas Ungesetzliches getan zu haben.
Für uns gibt es keine Unterscheidung zwischen „Unschuldig“ und „Schuldig“: diese Kategorisierungen gehört nicht in unseren anarchistischen Background, ferner sollten diese bei keinem aufrichtigen linken Radikalen und dergleichen zu hören sein.
Wir müssen fähig dazu sein unsere volle Unterstützung für diejenigen auszudrücken, die mit ihren favoritisierenden Mitteln gegen die gegenwärtige Gesellschaft kämpfen. Sie müssen fühlen, dass sie nicht alleine sind und dass wir für sie und für ihre möglichen Handlungen eintreten. Natürlich darf diese Solidarität eine dauerhafte und kritische Debatte mit unseren Freunden nicht ausschließen.
Deshalb ist es äußerst wichtig, dass wir uns nicht aufspalten lassen zwischen "gut" und "böse", dies ist das normale Spiel des Staates und des Kapitals. Es ist wichtig, eine entschlossene Unterstützung für alle unsere eingesperrten Weggefährten ohne jedwige Unterscheidungen zu zeigen .
Und wir sind glücklich darüber zu sehen, dass es mehrere Stimmen gibt, die auch unserer Meinung sind, wie viele Solidaritätsbekundungen innerhalb der letzten Tage zeigen, von wütenden Kundgebungen vor dem Knast bis zu direkten Aktionen.
Wir lassen uns nicht einschüchtern.

Der Kampf für die Abschaffung der Paragrafen 129a und b ist sehr wichtig. Der fortdauernde Gebrauch dieses Paragrafen dient zur Kriminalisierung unseres Widerstands. In Ländern wie Spanien und im besonderen in Italien, wo er eigentlich alle zwei Monate verwendet wird, ist dies bereits zu einer erschreckenden Normalität geworden. Bewegen wir uns in dieselbe Richtung?
Wir wiederholen es gerne noch einmal, für uns gibt es nur eine Terroristenorganisation und dies ist der Staat. Deshalb ist es ein großer Widerspruch Menschen, welche sich aktiv einer der Hauptorganisation des Todes und des Terrorismus, wie der Armee, entgegensetzen, jetzt als Terroristen zu benennen! Dies ist etwas worüber jeder selbst nachdenken sollte.

Wir dürfen nicht vergessen zu erwähnen, dass das Problem nicht nur die Inhaftierung von jemanden aus unserem Umfeld ist, sondern noch mehr sogar durch die Existenz des Gefängnisses vertreten wird.
Die Existenz dieser grauen Wände ist eine Bedrohung für uns alle und wir müssen tagtäglich für deren Zerstörung kämpfen.

Freiheit für Axel, Florian, Oli und Andrej!
Freiheit für alle!
Zerstört alle Gefängnisse!

ABC Berlin


verlesen auf der Solikundgebung für Matti am 14.02.2007
Willkommen alle hier Versammelten!
Wir sind hier aus Solidarität mit Matti und allen anderen Gefangenen in diesen Betonklotz da drüben.
Matti wurde vor über zwei Monaten festgenommen, weil dieser Staat mal wieder sein Gesicht gezeigt hat, und mal wieder betont hat, dass er gerne mit Neonazis kooperiert.
Der Justiz- und Bullenapparat hat diese Gelegenheit genutzt, um wieder einmal Feinde dieser Gesellschaft von der Strasse zu entfernen.
Es heißt, er hätte zwei Neonazi-Kader zusammengeschlagen. Es heißt, versuchter Totschlag. Das alles, obwohl die beiden Faschisten nur leicht verletzt worden sind. Wir wollen allerdings nicht weiter über dies Aktion spekulieren.
Uns geht es darum, zu betonen, dass wir gegen diese staatliche (und leider nicht nur) Kategorisierung "schuldig/unschuldig" ankämpfen wollen. Ob nun Matti bei dieser Auseinandersetzung war oder nicht, ist uns egal und ändert auf keinen Fall etwas an unserer Solidarität ihm gegenüber.
Wir brauchen nicht zu erwähnen, dass es die Aufgabe jedes engagierten Menschen sein sollte Nazis oder andere Rassisten von der Strasse zu fegen.
Über die Wahl der Mittel, die benutzbar sind, bieten wir keine Beschränkung an: Nazis und deren Freunde sind unsere Feinde und haben keinen Platz in der Perspektive einer herrschaftsfreien Gesellschaft, die wir uns vorstellen und wofür wir kämpfen.
Dass die staatlichen Apparate es versuchen, Personen wie Matti wegzusperren, ist keine Neuigkeit. Staatlicher Terror gegen Antifas, Anarchistinnen, Migrantinnen und andere Feinde dieser Gesellschaft ist an die Tagesordnung, in Deutschland - wie überall.
Und diesem müssen wir entgegentreten, by any means necessary.
Was allerdings nicht zu vergessen ist, dass nicht nur Matti und andere Genossinnen von uns hinter den Gittern sitzen.
Knast ist ein Verbrechen, welches tausende Menschen betrifft.
Knast ist ein Verbrechen, welches innerhalb der letzten anderthalb Jahre über20 Todesfälle in den Berliner Haftanstalten verursacht hat. Todesfälle, die leider zur Knastrealität gehören: schlechte medizinische Versorgung ist nur eine der Gründe dafür.
Die Knäste werden voller und voller, aber die Quote der "Verbrechen" nimmt stetig ab: könnte dies vielleicht etwas bedeuten?
Ist dies nicht ein Zeichen dafür, das Knast überhaupt keine Lösung ist für irgendein Problem ist. Probleme, die eigentlich viel breiter sind: und zwar sind sie eine soziale Frage, sprich wie diese kapitalistische Gesellschaft forciert das Menschen durch verschiedenste legale und auch "illegale" Möglichkeiten, um ihr Überleben kämpfen muss. Oder, dass sie nur weil sie über sogenannte "Grenzen" springen müssen Verbrecher sind?
Der Knast ist eine soziale Frage und dementsprechend sehen wir die Menschen, welche einsitzen, als soziale Gefangene, die aufgrund dieser gesellschaftlichen Realität eingeknastet worden sind. Keine Helden, sondern Menschen wie wir, mit ihren eigenen Fragen und Problemen und ihren eigenen Lösungen, welche manchmal gegen die etablierte Ordnung stoßen...
Bei dem Thema Knast muss mensch leider ein generelles Schweigen sehen, sei es das von uns erwartete, wie der staatliche, oder sei es das von uns unerwartete, wie bei einem großen Teil der sogenannten "Szene".
Das staatliche Schweigen hat sich in Dezember mal wieder deutlich gezeigt, als angekündigt wurde, dass die Todesfälle in den Berliner Knästen nicht mehr veröffentlicht werden sollen. Zeigt dieses vielleicht die Angst einer eventuelle entstehenden Öffentlichkeit und der nachfolgenden Konsequenzen dem gegenüber?
Das "Szene"-Schweigen versuchen wir durch Gelegenheiten, wie die heutige zu brechen: es heisst, das Thema Knast zu thematisieren, es heisst, die Resolution gesellschaftlicher Konflikte wieder auf uns zu übertragen und nicht den Staat weiter zu delegieren.
Es heisst, weiter für eine Gesellschaft ohne Knäste und andere Zwangsanstalten zu kämpfen, ein Kampf, der in unseren Köpfen erst mal durch die Zerstörung von autoritären Strukturen anfängt.
Ein zum Teil schwieriger Kampf, welcher allerdings unglaublich gute Folgen für uns alle bringen wird: eine Gesellschaft, in der kein Mensch hinter Stahlgittern verrotten muss.

Solarität mit Matti!
Freiheit für Matti und alle anderen!
Knäste zu Baulücken!

anarchist black cross berlin


verlesen auf der antiknastdemo am 31.12.2006
Solidarität mit den Aachen3 - gegen Knastsysteme!!!

Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, wieder über das Schicksal der Aachen 3 zu berichten und die Solidarität zu diesen zu verstärken!

Es geht um den sogenannte "Aachen 4" - Fall, wobei zwei flüchtende Anarchisten aus Spanien, Gabriel und José, die Schwester von Gabriel - Begona, sowie Bart ein aktiver Anarchist von ABC Gent, von den Bullen in Aachen festgenommen wurden. Dies geschah nach einer Schiesserei als sie mit dem Auto auf der Flucht waren, wobei auch menschen temporär als Geiseln genommen worden sind. Das alles ereignete sich im Juli 2004. Bei dem daraufhin stattfindenden Prozess im jahr 2005 erhielten sie folgende Urteile: José 14 Jahre, Gabriel 13 Jahre und Bart 3 Jahre. Während des Prozesses sind zahlreiche AnarchistInnen aus ganz Europa nach Aachen gefahren, um dort solidarisch mit den Gefangenen zu sein und der Justiz zu zeigen, das sie nicht alleine sind.

Was uns während der ganzen Zeit gestört hat und auch heute noch stört, war und ist die fehlende Solidarität von der Mehrheit der in Deutschland lebenden linken Bewegung.
Unsere Solidarität mit Gefangenen heisst nicht, dass wir jedes mal 100% mit ihren Aktionen, Positionen, Analysen einverstanden sein müssen. Solidarität heisst für uns, ihnen Unterstützung zu geben, weil sie gegen dieses System und diese Gesellschaft kämpfen und eine ähnliche gesellschaftliche Utopie wie wir besitzen/forden.

Allerdings scheinen uns die Gründe für dieses oftmals unsolidarisches Verhalten - hier in Deutschland - leider ziemlich klar zu sein: hier fehlt einfach eine Bewegung die die Abschaffung aller Knäste und Zwangsanstalten und darüber hinaus die Freilassung aller Gefangenen, und nicht nur der "politischen", fordert.
Wenn wir uns die ganze Antirepressionsarbeit anschauen, stellen wir immer wieder fest, dass eine allgemeine Kritik an dem ganzen Strafsystem, an der Justiz, an den Knästen fehlt.
Bei den meisten Soligruppen werden immer die "eigenen" Gefangenen unterstützt und meistens ist mensch zufrieden wenn der/die Gefangene raus ist, dann ist alles wieder gut, und mensch darf wieder vergessen das hinter den Gittern immer noch Menschen sitzen. Gefangene dieses Systems, des kapitalistischen Systems, wo Menschen die die bestehenden Eigentumsverhältnisse nicht akzeptieren, sei es durch eine gewisse Notwendigkeit (bsw. Armut) oder einfach nur aus dem Bedürfniss heraus sich auch mal was gönnen zu wollen. Unzählige Gefangene sitzen in Deutschen Knästen weil sie im Supermarkt geklaut haben, weil sie "Schwarz" gefahren sind - die meisten Menschen hinter Gittern sitzen da wegen Eigentumsdelikten oder wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtmG.).

Der Knast als Feld der politischen Auseinandersetzung wird so gut wie nie thematisiert.
Mensch denkt, dass im Knast nur "schuldige" Vergewaltiger, Mörder und Nazis sitzen würden (selbst wenn, ändert das wirklich was?) oder das der Knast eine reale Lösung für die sozialen Probleme dieser Gesellschaft sei. Wie schon desöfteren von anderen Gruppen gesagt wurde: "Konflikte lassen sich nicht wegsperren!" Wir wollen auf keinen Fall einen Mythos aus den "Knackis" machen, wo wir dann sagen, dass sie die neuen revolutionären Subjekte sein sollen, auch sagen wir nicht, das die Abschaffung der Knäste ein einfacher und schneller Prozess ist und wir jetzt die Lösung für alles parat hätten. Ganz im Gegenteil, uns geht einfach darum nicht zu vergessen das auch der Knast und das Strafsystem ein wichtiger Teil der kapitalischen Gesellschaft ist und dieses keine Lösung sondern das Problem darstellt.

Uns geht es darum, den Knast wieder als Feld der politischen Auseinandersetzung zu sehen, das mensch einfach diesen Unterschied zwischen politischen und sozialen Gefangenen, wenn nicht "politischen" und Gefangenen, oder "schuldige" und "unschuldige" (ja, so was muss mensch auch heut zu tage hören...), reflektieren und abschaffen sollte. Dieses ist kein einfacher Prozess, aber es ist ein wichtiger punkt für die kritik an dieser gesellschaft.

Wie schon gesagt, wir haben keine vorbereitete Lösung parat, denn Anarchismus sehen wir eher als einen Prozess an dem sich alle beteiligen müssen, Tag für Tag, um eine freie Gesellschaft zu schaffen ohne autoritäre strukturen.

Für die Abschaffung aller Knäste und Abschiebelager!
Solidarität mit Gabriel, José und Bart!
Solidarität muss wieder eine Waffe werden!

ABC Berlin


verlesen auf der solidemo für die 1.mai-gefangenen am 04.05.2005
Wir sind heute hier vor der JVA Moabit um unsere Solidarität mit den Gefangenen vom 1. Mai zu zeigen, aber auch um unserer Abscheu gegen den Repressionsapparat und seinen Institutionen, seien es Gefängnisse, psychiatrische Anstalten oder sonstige Zwangsanstalten Ausdruck zu verleihen.

Wir sind hier um uns mit allen Gefangenen zu solidarisieren, die tagtäglich der Folter, Isolation und Zensur in den Zwangsanstalten ausgesetzt sind. Und wir sind hier weil wir nicht auf die Konstrukte der bürgerlichen Medien reinfallen, die versuchen unsere companeras und companeros, die in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und überall auf der ganzen Welt kämpfen, als TerroristInnen und psychisch Kranke hinzustellen.

Unsere Solidarität gilt insbesondere auch den sogenannten Aachen4 - Bart, Jose, Gabriel und Begona - denen zur Zeit in Aachen der Prozess gemacht wird. Bart de Geeter, aktiv in der Solidaritätsarbeit mit Flüchtlingen und in der anarchistischen Gefangenenunterstützung. Jose Fernandez Delgado, Anarchist, der 24 Jahre im spanischen Knast saß, davon lange Zeit im FIES-Isolationssystem. Gabriel Pombo da Silva, Anarchist, saß 20 Jahre im spanischen Knast, davon 14 Jahre im FIES-Isolationssystem. Und Begona Pombo da Silva, die außer, dass sie die Schwester von Gabriel ist, keine Verbindungen zur anarchistischen Bewegung hat. Das FIES-System, dass in mehreren Gefängnissen Spaniens gegen all jene angewendet wird, die sich nicht unterordnen wollen, beruht auf absoluter Isolation, psychischer und physischer Misshandlung, permanenter Demütigung, mangelnder bis keiner medizinischen Behandlung und dem Ausgeliefertsein der institutionellen Willkür. Jose und Gabriel konnten diesem System der Folter und Isolation entkommen und befanden sich seitdem auf der Flucht.

Am 28. Juni 2004 kam es in Aachen zu einer routinemäßigen Polizeikontrolle. Bei dem Versuch der Vier zu flüchten kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei und Geiselnahme. Seit diesem Tag sitzen Bart, Jose und Gabriel unter verschärften Sicherheitsbedingungen und nahezu totaler Isolation in Haft. Begona wurde im Dezember 2004 aufgrund der geringen Beweislage freigelassen, die Vorwürfe gegen sie liegen aber weiter vor und sie steht jetzt gemeinsam mit den 3 anderen vor Gericht. Die Anklagen lauten auf neunmal versuchten Mord, zweimaliger Geiselnahme, bewaffneten Überfall, Planung eines Raubüberfalles, schwere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Der Prozess findet zur Zeit in Aachen unter strengsten Sicherheitsbedingungen und ständigen Demütigungen der Angeklagten statt.

In der Presse wird das ganze als spektakulärer Vorfall behandelt, der die Sensationslust stillen und die vier als "gefährliche Kriminelle" hinstellen soll. Wir aber wissen, dass unsere companeras und companeros genau wie wir einen Kampf gegen Repression und Gefängnisse führen, gegen Armut und Ausbeutung, gegen Ausgrenzung und Verfremdung. Sie taten, was sie getan haben, weil ihr Leben und ihre Freiheit auf dem Spiel standen. Weil sie die Freiheit so sehr lieben. Weil sie nicht zurück in die Zellen und Folterkammern des spanischen Staates wollten. Wir zweifeln nicht daran, dass sie ihren Kampf im Gefängnis fortsetzen werden und wir werden ihnen dabei zur Seite stehen, weil wir alle Gefangene sind und niemand frei ist, solange nicht alle frei sind.

Schreibt den Gefangenen Briefe, unterstützt sie beim Prozess, macht Soli-Veranstaltungen, verbreitet Infos, seid solidarisch mit denen, die gefangen sind. Solidarität ist zwar nur eine Waffe von vielen, aber vielleicht die stärkste Waffe die wir haben.

Freiheit für die Gefangenen vom 1. Mai!

Freiheit für die Aachen4!

Freiheit für Alle!